Sonntag, 16. November 2014

My bit of India - Part Two

'My bit of India' is a very poetic contribution in two parts of my friend Siddanth. I asked him to write something about his India, and it turned out to be a wonderful piece of text that might only speak to people who have seen it. Thank you so much!

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I’ve met people from all over the world here, some made this their home,
some miss their home and so many homeless, but also just so many homes.
I’ve met lawyers, engineers, doctors and politicians.
They sometimes are the same people.
I find them everywhere when I don’t need them, I find them nowhere when I really need them.
Yet I’ve seen cure, law and order.
I’ve seen this order break into chaos, and this chaos change into addiction.
I smoked up, I drank alcohol.
Some of it comes from the hills, a lot of it comes from trees, many find it in dingy bars,
a few pass out in the beautiful places also called breweries.
I’ve seen a blue sky, a green sky, black roads, red walls, yellow houses, purple bikes,
brown smoke, pink lips, burnt hips, violet flowers, white powder, maroon water,
large earrings, bizarre mood swings, flooded roads, even more flooded houses,
way too many cars, many more cats, owls and crows, beggars and whores.
And dogs, so so many dogs.


There’s dust, there’s shade, there’s garbage all around and yet it glows.
I’ve been out of breathe sometimes, many times, mostly by the utter maddening beauty around.
Also sometimes because of pollution.
Still, beautiful!!

This place is insane

It has made me too

This place is home to so many, it is mine too

This place is here, there, or everywhere.
Like a painting bursting with colours, like a whirlpool, like an orgasm, like a tender coconut.

Like the first time, like the last time, all the time like a never ending rhyme.

This place is India.

It’s just the morning by the way.
Wait till I see the night.

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'Mein Stück Indien' ist ein sehr poetischer Beitrag in zwei Teilen von meinem Freund Siddarth.Ich habe ihn gebeten, etwas über sein Indien zu schreiben, und heraus kam ein wunderschöner Text, der sich vielleicht nur für die erschliesst, die hier waren. Vielen herzlichen Dank!

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 Ich traf Menschen aus der ganzen Welt hier, einige haben hier ihr Zuhause gefunden, einige vermissen ihres und so viele sind ohne Heim, aber doch auch so viele Heime.
Ich traf Anwälte, Ingenieure, Ärtzte und Politiker.
Manchmal waren es dieselben Personen.
Ich finde sie überall, wenn ich sie nicht brauche, und ich finde sie nie, wenn ich sie wirklich brauche.
Doch sah ich Heilung, Recht und Ordnung.
Ich sah die Ordnung in Chaos zerbrechen, und dieses Chaos der Abhänigkeit weichen.
Ich rauchte, ich trank Alkohol.
Einiges davon kommt aus den Hügeln, eine Menge kommt von den Bäumen, viele finden es in düsteren Bars, einige fallen in Ohnmacht in den schönen Orten, die man auch Brauereien nennt.
Ich sah blauen Himmel, grünen Himmel, schwarze Straßen, rote Wände, gelbe Häuser, lila Motorräder, braunen Qualm, pinke Lippen, verbrannte Hüften, violette Blumen, weißes Puder, rotbraunes Wasser, große Ohrringe, bizarre Stimmungsschwankungen, überflutete Straßen, noch mehr überflutete Häuser, viel zu viele Autos, viel mehr Katzen, Eulen und Krähen, Bettler und Huren.
Und Hunde, so so viele Hunde.

Es gibt Staub, es gibt Schatten, es gibt Müll überall und trotzdem hat es seinen Glanz.
Ich war außer Atem so manches Mal, häufig, meist wegen der irre machenden Schönheit, die mich umgibt.
Auch manchmal wegen der Verschmutzung.
Dennoch, schön!!

Dieser Ort ist gesiteskrank

Er hat es auch mich werden lassen

Dieser Ort ist so vielen Heimat, meine ist es auch

Dieser Ort ist hier, dort, oder überall.
Wie ein Gemälde, das vor Farben strotzt, wie ein Whirlpool, wie ein Orgasmus, wie eine weiche Kokosnuss.

Wie beim ersten Mal, wie das letzte Mal, immerzu wie ein nicht enden wollender Reim.

Dieser Ort ist Indien.

Es ist übrigens nur der Morgen.
Warte bis ich die Nacht sehe.



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